Podestrang beim glacier3000run in Gstaad vom 10. August 2019

Nach einer kurzen Sommerpause meldete ich mich am 10. August in Gstaad beim glacier3000run zurück im Wettkampfgeschehen.

Seit Beginn des Monats Juli plagten mich ungewohnte Rückenschmerzen aufgrund Über- und Fehlbelastungen, ausgehend von der linken Hüfte.

Zum Glück konnte ich auch in dieser Phase auf eine Top Betreuung setzen.

Andreas Enggist behandelte mich sensationell sowie professionell und gab mir wichtige Tipps für die Genesung. Christian Leuthold von Enggist Medical Fitness setzte mit Stosswellen wichtige Reizpunkte und Jan Zweifel gab mir weitere Ratschläge zum Krafttaufbau in einer Phase, wo ich bewusst das Lauftraining drosselte. Zudem quälte mich Thomas Sax mehrfach auf brachiale Art mit seinen Massagen. Ich danke Euch von ganzem Herzen.

Zu Beginn des Monats August entschloss ich mich erneut in Gstaad beim glacier3000run zu starten. Ein Rennen, welches ichschon mehrfach absolvierte und mit tollen Erlebnissen in Verbindung bringe. 26.2km und prickelnde 2‘000 Höhenmeter erwarteten die knapp 1‘000 Athleten. Speziell sicherlich, dass auf den ersten 16 Kilometern von Gstaad via Gsteig nach Reusch „nur“ 350 der angesagten Höhenmeter weggeknallt werden, bevor das Rennen somit richtig lanciert wird.

Aufgrund der üblen Gewitter in der Nacht vor dem Rennen nach einem Hitzetag und des Dauerregens am Morgen fiel mein Einlaufen eher spärlich aus. Ich fokussierte mich dafür mental auf die kommende Aufgabe.

Meine Hauptkonkurrenten waren Francis Maina Njoroge (Kenia), Raphael Sprenger, Christian Mathys, Tim Dally (DE), Simon Schäppi, Tefera Mekkonen (ETH) und Bernhard Eggenschwiler.

Den ersten Kilometer nach dem Startschuss im mondänen Gstaad um 10:00 Uhr lief ich in gut 3:25 an. Dabei reihte ich mich nur an circa 10ter Stelle ein. Als ich die Pace auf den kommenden drei Kilometern nur moderat verlangsamte fand ich mich schnell auf Rang fünf mit Simon Schäppi ein. Vorne ging der Schnellzug um Mathys, Mekkonen und Maina ohne Erbarmen ab. Ein Tempo, welches die Verfolgergruppe in meiner Obhut in kürzester Zeit vernichtet hätte.

Leider musste ich ab Kilometer acht eine einsame Partie abliefern. Simon Schäppi nahm in den ersten steilen Rampen bewusst etwas raus und liess mich ziehen. Die Spitzenläufer distanzierten mich bis Reusch um gut fünf bis sechs Minuten, was mich nicht verunsicherte.

Nun kam mein stärkster Abschnitt: Den ersten richtigen Anstieg bis Oldenegg konnte ich gut einteilen und aufs Gaspedal drücken. Und fühlte mich auch stark und versuchte näher ans Podium zu kommen. Gegen hinten hatte ich noch eine sichere Reserve. Ab Oldenegg bis Cabanne begann der technisch delikatere Teil. Punktuell spitzige Anstiege, Geröll und Treppensteige erschwerten mir das Leben. Ein „Dieselmotor“ wie Birchi ist hier sehr anschlägig unterwegs während Kraftläufer ihre Vorteile ausspielen können. Sprich: Ich fühlte den Puls von Raphi Sprenger im Rücken währen meiner ins Nirvana entschwand. Muskulär litt ich in dieser Phase sehr und versuchte mich zu fokussieren auf die letzten Kilometer.

Die steilste Passage begann ab Cabanne bis zum Ziel. Sepentinen führten uns in die Höhe. Meine Schenkel brannten, ich wurde müde und sehnte mich dem Ziel entgegen. Als ich nach Kilometer 24 den Kenianer Maina Njoroge vor mir erblickte schoss mit neue Energie durch die Adern. Ich durfte mit einem Podestrang liebäugeln. Auch eine Gefahr, zwar schloss ich zum Afrikaner auf, überpacete jedoch völlig. Komplett übersäuert entschwand ich trotzdem aus seinem Blickfeld und versuchte nun auch den heranjagenden Raphael Sprenger nicht aufschliessen zu lassen. Dies gelang mir zum Glück.

Entkräftet, wie man den Fotos entnehmen kann, passierte ich das Zielband als Dritter.

Glücklich, erschöpft, stolz, aber auch klar distanziert von Sieger Mathys und dem Zweiten Mekkonen. Ich gratuliere herzlich.

Dankeschön ans OK und die super Helfertuppe!

Merci auch an Papa für den tollen Support.

https://www.datasport.com/live/ranking/?racenr=21434

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www.glacier3000run.ch

Zwiespältiger Sieg beim LGT Halbmarathon Plus vom 15. Juni 2019

Wenn man sich nicht wirklich über Siege freuen kann…

 

Zwiespältiger Erfolg am 15. Juni 2019 beim 20.isten Jubiläums LGT Alpin Marathon. So gewann ich souverän in einer Spitzenzeit von 1:51:24 den Halbmarathon Plus, der Plan war jedoch den Sieg auf der Gesamtdistanz von 42.195km anstatt 25.5km zu erzielen.
Dies war mein wagemutiges Vorhaben und erstes grosses Saisonziel. Der Formaufbau und die letzten Top-Resultate bestärkten mich in meinem Vorhaben und liessen mich klar den Sieg als Ziel deklarieren.
Zudem ist der LGT Marathon mein Heimrennen und durch die Mitleitung beim Laufseminar unter der Obhut von Günter Ernst im Hinblick auf diese Ausführung stand ich noch mehr im Fokus.
Auch mein Mentaltraining mit Marina Bürzle war voll auf die Herausforderung auf der herrlichen Strecke ausgerichtet.


Neben den früheren Siegern Patrick Wieser und Mustafa Shaban galten sicherlich Patrick Spettel, der Einheimische Arnold Aemisegger, Tim Dally, Alex Heim und Daniel Uehli zu den Podestanwärtern.
Knapp 20 Grad und eine schwül-feuchte Hitze waren spürbar um 09:00 Uhr beim Start in Bendern. Es galt die ersten 10 flachen Kilometer zügig ohne zu viel Energie zu verpuffen honter sich zu lassen. Wie immer setzte sich Kronfavorit Wieser schnell vom Rest ab. Dahinter führte ich meistens die Verfolgergruppe um Dally, Shaban, Aemisegger und den Halbmarathon+ Läufer Michele Paonne an. Der Schweiss schoss mir aus allen Poren. Das Laufgefühl war aber optimal trotz eines Temposchnitts von klar unter 3:40 pro Kilometer.
Wieser konnte sich auch nicht entscheidend absetzen und blieb immer im Blickfeld. Nach 10 Kilometern begann das Rennen richtig. Mit den ersten Anstiegen und Rampen selektionierte sich das Feld definitiv. Genau solche Passagen konnte ich in der letzten Zeit gut auf dem Laufband bei #EnggistMedicalFitness trainieren. Dally musste schnell abreissen lassen und somit begaben sich Aemisegger, meine Wenigkeit und der Bulgare Shaban auf die Jagd nach Wieser.

Dies war jedoch eine kurze Sache: Bereits nach Kilometer 16 überholten wir den gehenden Thurgauer.
Ich merkte, wie zügig wir unterwegs waren und trotzdem fühlte ich mich stark und konnte den gesamten Körper in einer tollen Spannung halten ohne mich ins Verderben zu schiessen. Hier zeigte auch die Massage bei Thomas Sax vom Vortag Wirkung, ich hatte richtig gute Beine.
Nach Silum erreichten wir den Peak vom ersten langen Anstieg. Nun galt es den Downhill nach Steg zu meistern.
Ich drückte nochmals enorm aufs Gaspedal und testete meinen Körper vollends. Das Tempo war sehr hoch, der Test missfiel jedoch. Mein Fussgelenk war noch zu stark handicapiert vom Sturz im Ötztal vor vier Wochen. Bei jedem Schritt fühlte ich Instabilität und ein „Flattern“. Obwohl Shaban und ich Aemisegger klar distanzieren konnten, entschied ich mich das Rennen beim Halbmarathon+ Ziel zu verlassen. Ein Entscheid der Vernunft. Ich möchte nicht meine Gesundheit riskieren und unvernünftig die bisher erfolgreiche Saison begraben.

Somit darf ich wieder einen Sieg in den Rucksack packen, einen Sieg, der zwar schön ist, mich jedoch nicht besonders freut.

Nächste Woche ist nun Urlaub und Trailrunning mit der Familie in Seefeld angesagt, bevor der nächste Start in drei Wochen in Brixen beim Dolomiten Marathon geplant ist.

Ganz herzlich beglückwünsche ich alle Finisher vom LGT Alpin Marathon, besonders „unsere Schäfchen“ vom Laufseminar. Gratulation auch dem Podestläufern mit den Einheimischen Arnold Aemisegger und Lea Tauern.

Vielen Dank dem tollen OK um Christof Willinger und den zahlreichen Helfern und Zuschauern.

Merci auch an meine Familie für den tollen Support.

https://www.datasport.com/live/ranking/?racenr=21181

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Sieg beim 4.ten Il Cuors da Flem in Flims am 1. Juni 2019

4. Il Cuors da Flem vom 1. Juni 2019: Sieg beim wohl schönsten Halbmarathon der Welt!

1:25:36 waren seit dem Start um 11:00 Uhr beim Sportzentrum in Flims vergangen als ich an selbiger Stelle stolz und erschöpft über die Ziellinie schoss.

Knapp 90‘ zuvor stand ich bei herrlichstem Sommerwetter an der Startlinie mit Florian Suter und Simon Dörflinger als Mitfavoriten und Sieger der letzten Jahre. Mir war bewusst, dass der trailige Halbmarathon mit über 700 Höhenmetern in horrendem Tempo angegangen wird. Sind doch Suter wie Dörflinger sensationelle Strassenläufer. Ich wollte zuerst mitgehen und dann im profilierteren 2ten Teil meine Stärken am Berg ausspielen. Eine Illusion…wie von der Tarantel gestochen nahmen die beiden die ersten Kilometer in Angriff. Nach einem Kilometer waren sie komplett meinem Blickfeld entschwunden. Trotzdem war mir selbst mein Schritt zu schnell und Laktat zermürbte neben den steilen Anstiegen und Downhills meine Muskulatur. Nach gut 5 Kilometern hatte ich das Rennen aufgeben und wollte einen tollen Trainingswettkampf absolvieren. Keine Sekunde dachte ich daran die beiden Spitzenläufer vor dem Ziel nochmals zu sehen. Der zweite Irrtum: Bei Kilometer 12, an einer übersichtlichen Stelle, entdeckte ich Florian vor mir und auch der Führende war in Sichtweite. Ich drückte nochmals zusätzlich aufs Gaspedal und schloss schnell zum Zweiten auf. Leider konnte Florian aus Falera, somit der Lokalmatador, meinem Schritt in den Steigungen nicht folgen. Gerne hätte ich ihn dabei gehabt als Support auf der Jagd nach Dörflinger. Immer mehr näherte ich mich ihm an und holte ihn nach Kilometer 17 ein. Stark, wie er meinen Rhythmus aufnahm und sogar sich nochmals von mir absetzten konnte. Der Vorjahressieger zeigte trotz Problemen eine beherzte Leistung. Nachdem wir den Caumasee umrundet hatten musste er sich aber zugestehen, dass ich wohl in den Anstiegen heuer der Stärkere war und liess mich ziehen.
In 1:25:36 überquerte ich die Ziellinie beim Spirtzentrum mit fast 40 Sekunden Vorsprung.

Der Fahrplan zum LGT Alpin Marathon in zwei Wochen stimmt.
Was für ein toller Tag bei Prachtswetter in einer tollen Gegend auf einem sensationellen Laufkurs.

Il Cuors da Flem, eine Pflicht für jeden Trailläufer, Genussathleten, Naturliebhaber, Strassensportler und alle, die Abwechslung suchen.
Den OK um Patrik Minuscoli ist ein Riesenlob auszusprechen. Selbige Blumen sollen den freiwilligen Helfern und Zuschauern an der Strecke weiter gereicht werden. Imposant auch die Speakerleistung vom Gartenkönig Johannes Gujan.
In diesem Sinne: auf ein Neues!

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http://www.cuorsdaflem.ch

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