Ein Tag zum Vergessen mit Lichtblicken beim Stuiben Trail Marathon vom 18. Mai 2019

Stuiben Trail Marathon, Umhausen im Ötztal, vom 18. Mai 2019

o Eine fast schlaflose Nacht mit weniger als 3 Stunden Schlaf
o Durchfall am Morgen
o Mobiltelefon (Pflichtausrüstung !!!) 10 Minuten vor dem Start verloren
o Daher beim Startschuss um 07:00 Uhr noch völlig nicht montiert für den Rennstart
o Verlaufen bei Km 17 und eine fast 2 Kilometer lange Zusatzschlaufe eingelegt
o 2 Halsbrecherische Stürze beim zweiten Downhill
o Schmerzerfüllte Aufgabe des wunderschönen Rennens in Führung liegend bei Kilometer 32

Geplant war die Alternativroute mit 38km und gut 2‘200 Höhenmeter in ca. 3h40min zu absolvieren. Nach 32 Laufkilometern, 2‘000 Höhenmetern und gut 3h Belastung war das Race für mich mit Schmerzen vorbei in Niederthai.

Bereits bei Kilometer 15 lag ich nach einem zügigen Start in prachtvoller Gegend mit über 5 Minuten in Front des Feldes. Leider verlief ich mich danach auf den schneebedeckten steilen Trails und reihte mich nach einer zwei Kilometer langen Ehrenrunde an Postion drei zurück ins Feld ein. Schnell machte ich die drei Minuten Rückstand auf Leader Burger im nächsten Aufstieg wett und führte den Maathon wieder an. Sicherlich hat mich dieser Effort einiges an Energie gekostet. Im nächsten sehr technischen Downhill riskierte ich zu viel, da ich mich erneut von den nächsten Verfolgern distanzieren wollte. Zwei ziemlich fatale Stürze waren die Folge. Schürf- und Fleischwunden am ganzen Körper, geprellte Hüfte und Schulter sowie ein schmerzender Ellbogen waren die Mitbringsel aus dieser Streckenpassage. Zudem verknackste ich mir blöd bei einem Bremsmanöver den linken Fuss.

Trotzdem gelang es mir erneut über fünf Minuten Vorsprung im dritten langen Anstieg zu erzielen. Die Schmerzen und Beschwerden wurden jedoch immer stärker und durch die Ermüdung konnten meine Muskeln das Fussgelenk auch nicht mehr ausreichend entlasten. Bei Kilometer 32 entschloss ich mich mit Fokus auf die weitere Saison das Handtuch zu werfen.

Trotzdem darf ich positive Punkte vom heutigen Tag markieren:

o die Form stimmt und ich kann auch bei Steigungen gut mit Druck laufen
o Sensationelle Gegend im Otztal zum Laufen
o Mein Mobiltelefon habe ich bei der Bäckerei, wo ich die Toilette aufsuchte, wieder gefunden
o Toller Event dieser Stuiben Trail mit Spitzen OK und Publikum

Merci an dieser Stelle ans OK, dass ich einen Startplatz erhalten habe und ich kulanterwrise ohne Mobile laufen durfte.

Vielen Dank auch an alle weiteren Helfer und Zuschauer an derStrecke sowie Mama & Papa für die sensationelle Unterstützung.

Gratulation an alle Finisher und explizit den Podiumsinhabern Marcus Burger, Christian Stern und Basti Lexa.

https://my1.raceresult.com/105960/results?lang=de#7_ECF908

https://www.oetztal-trailrunning.at/die-r…/stuiben-trailrun/

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Souveräner Solosieg beim Vaduzer Städtlelauf vom 4. Mai 2019

Vaduzer Städtlelauf vom 4. Mai 2019: Schöner Solosieg vor fürstlicher Kulisse
 
Neben dem Gamperney-Berglauf ist der Städtlelauf wohl mein zweites Heimrennen. Inoffiziell sind es 10km mit zwei kleinen Städtle-Runden und drei grossen Runden durch die fürstlichen Weinberge. Ein anspruchsvoller Kurs auf verschiedenen Unterlagen und über 150 Höhenmeter erwarteten uns. Einige hundert Läufer und ich standen gegen 16:45 Uhr nervös an der Startlinie in der Landeshauptstadt. Noch war das Wetter trocken, ein garstiger Wind, beinahe Sturm, machte sich negativ bemerkbar. Trotzdem markierten viele Zuschauen und Lauffreunde den Streckenrand.
 
Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Supporter, freuwilligen Helfer und natürlich auch an meine gesamte Familie, die den Nachmittag für einen Ausflug ins nahe Ausland nutzte.
 
Neben Michele Paonne, Arnold Aemisegger, den beiden Liechtensteiner Lokalmatadoren galt wohl Alex Heim aus Buchs und ich als die Favoriten auf den Tagessieg. Die nationale Laufprominenz stellt sich in Zürich an der SOLA einem Mannschaftswettkampf.
Also galt es diese Chance zu nutzen und ein starkes Rennen mit einem Podestrang zu krönen. Ich wusste um meine gute Form und wollte dies auch unter Beweis stellen. Da ich in einem Schlussspurt sicherlich der Schwächste und den Favoriten sein würde, entschloss ich mich wieder einmal alles auf eine Karte zu setzen. Unter dem Motto: „Schnell starten und schneller werden“ versuchte ich das Rennen für mich zu entscheiden. Ich lief vom ersten Meter an der Spitze, nur beim ersten Anstieg im Beckagässli lag Alex Heim kurzzeitig eine Nasenlänge vor mir. Vor Abschluss der ersten grossen Runde bemerkte ich, dass auch Michele Paonne abreissen liess und ich doch mit einem komfortablen Vorsprung an der Spitze lag. Anscheinend erkämpfte sich hinter mir Alex Heim Position zwei, dahinter herrschte ein Dreikampf um Rang 3. Mit über 40 Sekunden Vorsprung lief ich nach 32min und 49sek über die Ziellinie. Für mich persönlich ein grosser Sieg, die Bestätigung der aktuellen Form und eine grosse Genugtuung, nachdem ich letztes Jahr aufgrund eines Trainingssturzes nicht starten konnte und mir das Rennen vor zwei Jahren misslang.
Wenn der Frühling zurück kommt, werde ich wohl nächsten Samstag in Feldkirch den Älpelauf machen, bevor es gilt sich den Feinschliff für den Stuiben Trailmarathon am 18. Mai im Ötztal zu holen.
Vollgepackt mit einer neuen Sporttasche, zwei Flaschen Rotwein für Papa Josef Birchmeier, einem Blumenstrauss für Mama Claudia Birchmeier, einer feinen Fürstentorte von Wanger Richard Confiserie Wanger begab ich mich im strömenden Regen zurück nach Hause.
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www.vaduzer-staedtlelauf.li

Bündner Frühlingslauf vom 6. April 2019

Bündner Frühlingslauf vom 6. April 2019

Wie letztes Jahr entschloss ich mich auch dieses Jahr die malerische Strecke von Thusis nach Reichenau über die Halbmarathondistanz in Angriff zu nehmen. Nach den letzten winterlichen Tagen und dem Kälteeinbruch tat der blaue Himmel am Morgen und angenehme 8 Grad beim Start gut fürs Gemüt.
Neben Christian Kreienbühl waren Vorjahressieger Max Knier, Raphael Sprenger, Ulisses Joos, Sandro Wegmann und wohl ich die Favoriten.


Nach dem Rhylauf Halbmarathon vor zwei Wochen hatte ich eine spezielle Zeit. Die Fleischwunde aufgrund der Blasen am linken Fuss war doch ziemlich schmerzhaft und liess mich am Anfang nur Trainings auf dem Vorfuss absolvieren. Zudem entzündete sich die Wunde ein wenig und der Fuss schwoll an. Erst am letzten Wochenende war ich wieder aktiv und sammelte vor allem auf Trails einige tolle sonnige Kilometer im Frühling. Mitte dieser Woche tangierte mich zudem ein Margen-Darm Infekt negativ. Jedoch genug gejammert, schliesslich fühle ich mich aktuell sehr gut und bin ziemlich gut in Form.
So konnte ich heute auch meine letztjährige Zeit um fast 80 Sekunden auf 1:15:16 verbessern, reihte mich im Schlussklassement jedoch einen Rang tiefer als 2018 auf Rang 6 ein. Der Sieg ging klar an Kreienbühl vor Knier und Joos. Mir gelang es nicht an Raphael Sprenger heran zu kommen und musste vor allem meine Position gegenüber Andrin Jäger verteidigen, der seinem Namen alle Ehre machte.
Der Start war wohl etwas zu schnell für mich. Ich versuchte vergeblich mit den Spitzenläufern Schritt zu halten. Jedoch war das Tempo zu forsch für mich, die Beine zu wenig frisch. Ich liess einige Körner liegen und vor allem die Downhills machten sich nachhaltig negativ in meiner Muskulatur bemerkbar.


Trotzdem genoss ich das Rennen und lief konstant meine Pace. In der Fläche gelang mir dies ohne grössere Kraftefforts, in den saftigen Gegenanstiegen fehlt mir jedoch der entscheidende Kick und ich konnte meine Stärken nicht komplett aufs Parkett legen. Zu früh fühlte sich die Oberschenkelmuskulatur hart an und ich lief Gefahr dem horrenden Anfangstempo Tribut zu zollen und Krämpfe einzufangen. Dies liess sich zum Glück vermeiden und ich konnte ein weiteres gutes Saisonvorbereitungsrennen ins Ziel bringen.
Vielen Dank an meine Familie für die tatkräftige verbale und logistische Unterstützung. Gratulation den Läufern vor mir und natürlich allen Finishern und Helfern auf der Strecke sowie im OK der lässigen Veranstaltung.


Mein nächstes Rennen ist wohl am 4. Mai der Vaduzer Städtlelauf, falls mich vorher nicht das Rennfieber packt. Danach geht es dann richtig in die Berge. Der Sommer naht!