Rhylauf Halbmarathon vom 25. März 2018: „Verblosa im Rhiital noch dr Ziitumstellig“

Fazit: Schlussendlich ein guter Tempotest im Hinblick auf den Frühjahrsmarathon, mehr leider nicht…

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Strava: https://www.strava.com/activities/1470459225
Rangliste: http://my4.raceresult.com/80857/results?lang=de#1_98BAAB
Homepage: www.rhylauf.ch

Nach einer kurzen Nacht wegen der Sommerzeitumstellung begab ich mich nach acht Uhr mit Jan Zweifel zum Start vom Rhylauf in Oberriet. Zwar fand dort dieses Jahr am Nachmittag auch die 10km Strassen-SM an, ich entschied mich jedoch im Hinblick auf kommenden Langdistanz Rennen den Halbmarathon zu absolvieren. Die Strecke ist bekannt für schnelle Zeiten, jedoch kann der Wind wie überall im Rheintal einem die Suppe kräftig versalzen.

Ich mag Salz, heute hatte es mir aber zu viel davon. Bereits beim Einlaufen wurde ich von kräftigen Böen durch die Gegend geblasen. Auf der Gegengeraden zum Ziel galt es sich gegen den frischen Luft zu wehren und das Tempo zu halten. Immerhin strahlte die Sonne am Himmel in voller Pracht und versprach auch bei eisigen Temperaturen einen weiteren prächtigen Frühlingstag.

Aufgrund der Schweizer Meisterschaft über die kürzere Distanz war das Teilnehmerfeld im Halbmarathon quantitativ wie qualitativ überschaubar. Unter Umständen könnte es ein taktisches Rennen geben und somit wäre die Pace nicht ganz so entscheidend.

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Bereits am Vortag hatte ich meinen Plan definiert: „3:30min pro Kilometer laufen, bis es mich überstellt…“ Leider kam ich gar nicht in den Genuss von taktischen Spielereien. Bereits bei der ersten kleinen der insgesamt vier Runden musste ich auf dem Rückweg dem Wind Tribut zollen. Die Kälte zog mir durch die Muskulatur, welche schnell hart wurde. Ich fühlte mich wie ein Fähnchen im Wind, dachte teilweise im Schneckentempo vorwärts zu kommen. So variierten meine Kilometerabschnittszeiten je nach Windlage zwischen 3:38 und 3:48. Rangmässig lief ich gleich von zu Beginn in den Top10. Einige Positionswechsel waren normal und im Gegensatz zu meinen Konkurrenten schien ich eher weniger im Fortlauf des Rennens unter Erschöpfung zu leiden. Die Rückstände zu den führenden Alexander Heim, Mathieu Iselin, Raphael Sprenger, Patrick Spettel und einigen anderen konnte ich konservieren, teilweise sogar reduzieren. Ich kämpfte mich bis auf Position sechs vor, versuchte mich immerhin Rangmässig zufriedenstellend mit dem heutigen Rennen zu versöhnen. Eine Bestzeit, welche ich vor drei Jahren hier aufgestellt hatte, war natürlich illusorisch.

Erst auf dem letzten Kilometer wurde ich noch von Sven Lusti und einem anderen Läufer überholt. Ich beendete den Rhylauf auf Rang 8 Overall, als Dritter in der M35 Kategorie. Die Zeit von 1:16:28 stemple ich als guten Tempotest bei widrigen Wettkampfbedingungen ein.

Noch sind einige Wochen Zeit, bis es in Wien ernst gilt. Die Form ist aktuell stark ansteigend. Nach der Reizung der Sehnenscheide am linken Fussgelenk nicht selbstverständlich wieder jede Woche auf gutem Niveau über 100km laufen zu können.

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Somit bin ich frohen Mutes, auch aufgrund des anstehenden Frühlings und der längeren Tage, in den nächsten Wochen den Feinschliff für eine erfolgreiche Saison zu setzen.

An dieser Stelle nochmals besten Dank meiner Familie (Claudia Birchmeier, Josef Birchmeier, Sandra Meister), welche mich am Streckenrand tatkräftig unterstützt hat, Jan Jan Zweifel für den Fahrdienst, Philipp Gubler für die letzten gemeinsamen Bahntrainings und speziell Andreas Enggist von Enggist Medical Fitness und seinem Physiotherapeuten Christian Leuthold, welche mich wieder hergestellt haben.

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Die Beine habe ich bereits auf dem Ergometer 40′ locker ausgeschüttelt und mir danach einen Besuch im Sanarium zur Erholung gegönnt. Nun geht es zum Italiener mit der Familie, das Wochenende ausklingen lassen und die Speicher wieder füllen.

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