Matschiges Ende der Berglaufsaison 2017 beim Gauschla Berglauf vom 1. Oktober 2017

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Drei Jahre war es bereits her, als ich 2014 zum letzten Mal beim heimischen Gauschla-Berglauf in der Weite SG gestartet bin. Meistens war um diese Jahreszeit der Tank leer oder ich kämpfte mich mit Verletzungen umher. Anders dieses Jahr. Die Probleme hatte ich bereits im Sommer, so gönnte ich mir das Rennen vor der Haustüre als Berglauf Saisonabschluss 2017. Mein Training hat sich aufgrund des Mainova Frankfurt Marathons Ende Oktober und die Probleme beim Uphill & Downhill bereits eher auf Flachmarathon geändert. Nichtsdestotrotz wollte ich mich vor eigenem Publikum von der guten Seite zeigen und nochmals ein gutes Rennen zelebrieren.

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Nach einer gewittrigen und feuchten Nacht beruhigte sich die Wetterlage zum Oktoberbeginn rechtzeitig zum Rennstart. Jan Walter, Sandro Schlegel, Gregor Metzger, Alexander Heim, Daniel Fäh, Alexander Grimm und der lange verletzte Seriengewinner Arnold Aemisegger standen mit mir an der Startlinie, als es um 11 Uhr beim Schulhaus Weite los ging. Der erste moderat steigende Kilometer wurde sehr schnell angegangen. Ich versuchte aufs Tempo zu drücken und eine erste Selektion im Feld zu erzielen. Natürlich wusste ich auch, dass ich im Flachen sicherlich der stärkste Läufer im Feld war, jedoch bei den ganz steilen Passagen aktuell nicht am Leistungszenit bin. Es galt in der kommenden guten sportlichen Stunde 10km Strecke und gute 1’000 Höhenmeter zu überwinden bis zum Skihaus Lavadarsch am Fusse von Gauschla und Palfries. Bereits nach gut zwei Kilometern der Strecke waren wir nur noch zu fünft an der Spitze. Metzger, Walter, Aemisegger, Schlegel und meine Wenigkeit wechselten sich fair in der Führungsarbeit ab. Bei Kilometer drei erfolgte jedoch bereits die nächste Selektion. In den ersten knackigeren Steigungen distanzierten sich Aemisegger und Jan Walter von den restlichen drei Athleten. Zu schnell war Ihre Pace, zu stark ihr Schritt in den steilen Passagen. Metzger hatte zudem Mühe mir und Schlegel zu folgen. Bei Kilometer fünf waren die beiden Führenden aus meinem Blickfeld entschwunden. Meine Beine waren bereits ziemlich hart, der Puls klar über 170, jedoch fand ich einen guten Laufrhythmus ohne das letzte aus mir herausholen zu können.

In den technischen und sehr schlammigen Trails ab Kilometer sechs näherte sich Schlegel mir wieder und ich spürte seinen Atem hinter mir. Wir unterhielten uns kurz und beklagten uns über das rutschige und tiefe Terrain. Ich hatte Mühe seinem Schritt zu folgen und liess ihn ziehen. Die Nacht vor dem Wettkampf war nass und kalt. In der Höhe mit einem leichten Wind begann ich sogar leicht zu frösteln und versuchte nochmals aufs Gas zu drücken. Die Beine wurden aber immer schwerer und ich kämpfte mich dem Ziel entgegen. Froh auch darüber einige Höhenmeter auf dem schnellen Asphalt absolvieren zu dürfen. Meine Suunto Pulsuhr zeigte an, dass ich schon fast 1’000 Höhenmeter hinter mich gebracht hatte als Metzger zu mir aufschloss und gemeinsam mit mir dem Ziel entgegen lief. Schlussendlich passierte ich wenige Sekunden hinter ihm die Ziellinie in 57:59 als Fünfter. Aemisegger gewann das Rennen nach einer fast jährigen Rennpause souverän vor Walter.

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Nun gilt der Fokus den kommenden flachen Rennen. Am nächsten Wochenende laufe ich in Bregenz/Lindau den 3-Länder-Marathon als 3h Pacemaker für den Veranstalter.

 

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