2. Rang beim Transruinalta Trailmarathon vom 19. Oktober 2019

2. Rang Overall in 3:14:01 beim 6ten Transruinalta Trailmarathon vom 19. Oktober 2019

Fazit des Tages: Ich bin super glücklich und etwas müde nach einem herrlichen Trailmarathon in der Bündner Surselva. Mit zwei Zielen war ich heute Morgen in Illanz zum Abenteuer über 42.195km mit gut 1‘800 gestartet: So wollte ich den Favoriten Stephan Wenk kitzeln und etwas herausfordern und zudem schneller laufen als letzes Jahr.

Meine Zeit aus dem Vorjahr verbesserte ich um 61‘ und hätte somit einen neuen Streckenrekord aufgestellt…Hätte/Wäre/Wenn…Konjuntive bringen nichts, es zählen nur Tatsachen.

Stephan Wenk lief ein Top Rennen und überholte mich bereits in Versam bei Kilometer 15, obwohl ich fünf Minuten vor ihm starten durfte.

Schlussendlich knüpfte er mir 9 Minuten ab und darf sich zu Recht König der Ruinalta nennen.

Morgen wird er das Rennen zum Schluchtenkönig nicht aufehmen. Es warten beim Transviamala nochmals 19km und gut 700 Höhenmeter auf uns. Das Duell um den begehrten Titel wird erneut zwischen Raphael Sprenger und mir entschieden. Auch er verbesserte seine Bestzeit und klassierte sich 6:28 hinter mir.

Nun gilt es sich zu erholen, ein Bierchen zu geniessen und dann den Fokus auf Morgen zu legen.

Merci auch meinen Eltern. So eine sensationelle Unterstützung verpflegungstechnisch wie heute durfte ich noch nie erfahren.

https://www.strava.com/activities/2800400194

https://www.datasport.com/live/ranking/?racenr=21779

www.transviamala.ch

Sieg bem 2. Gamstrail in Kitzbühel über 35 Kilometer

Letztes Jahr war Premiere vom Salomon Event Gamstrail in Kitzbühel. Heuer war mir bereits im Winter klar, dass ich ich hier starten möchte. Schliesslich kenne ich das Tirol gut, bis bach Kitzbühel habe ich es jedoch noch nie geschafft. Perfekt natürlich, wenn man ein Familienwochenende mit einem solchen Event verbinden kann. So weilen Birchmeier/Meisters für einige Tage in Söll und der Rest meiner Liebsten hat mich beim nächsten Sieg tatkräftig unterstützt. Besten Dank an Euch.

Nun warte ich mit Papa gemütlich bei der Talstation Hornbahn im mondänen Alpenmekka und warte auf die Siegerehrung sowie Flower Ceremony.

Ein strenger Tag liegt hinter mir. Nach 3 Stunden und gut 16 Minuten überquerte ich erschöpft mit fast fünf Minuten vor einem Slowaken die Ziellinie. 35km und über 2‘200 Höhenmeter hatten mich zermürbt. Herrlichste Trails bei bestem Wetter in einer wolkenlosem Alpenkulisse, Trailrunner-Herz, was willst Du mehr?

Sicherlich hilft ein kühles Blondes und die tolle Wellnesslandschaft in unserem Hotel der Regeneration.

Um 9 Uhr fiel der Startschuss für mein Rennen. Bereits eine Stunde zuvor startete die Königsdisziplin K46, kurz nach uns der K22. Zudem gab es noch K5 Rennen und eine 25km Wanderung.

Gleich zu Beginn begab ich mich in eine 3-er Spitzengruppe. Es lag an mir beim ersten Anstieg mit über 900 Höhenmetern das Tempo zu machen. Zu stark forcieren wollte ich nicht, schliesslich lagen auch nach dem ersten Gipfel noch über 25 Kilometer vor uns. Oben waren wir nur noch zu Zweit: ein slowakischer Skimo-Athlet und meine Wenigkeit. Auf den Trails und ersten Downhillpassagen zeigte er mir klar auf, wo ich Defizite habe. Im Vergleich zum letzen Weeken konnte ich dafür jeweils in den Anstiegen meinen Vorsprung ausbauen.

Erst nach gut 25 Kilometern fiel ich den Strapazen oder dem ominösen Hammermann zum Opfer. Ich musste extrem leiden und die Energie ging mir aus. Aufgrund einer Streckenänderung verpasste ich die Verpflegung durch meine Familie. Eine schwierige Situation, da ich wirklich hart am Limit lief.

Trotzdem kämpfte ich mich weiter dem Ziel entgegen. Einige bissige Gegensteigungen und ruppige Rampen verdammten mich zum Gehen trotz moderaten Steigungsprozenten. Schlussendlich torkelte ich dehydriert und kaputt nach etwas über 3 1/4 Stunden übers Zielband des Rundkurses und durfte zahlreiche Gratulationen entgegennehmen. Nur Luigi, mein Patenkind, war etwas entsetzt mich dreckig und erschöpft zu erblicken.

Keep on running!

Next stop: Gauschla Berglauf, Weite SG!

www.gamstrail.at
Strava Aufzeichnung
Rangliste

ex-Aequo Sieg mit Raphi Sprenger beim 3. Schnebelhorn Panoramatrail vom 14. September 2019

Es gibt Tage, da stehst Du am Morgen auf und fühlst dich träge, müde und schlapp. Blöder ist dies, wenn Du dann Deine Agenda checkst und ein Halbmarathon Wettkampf mit knackigen 800 Höhenmetern auf dem Programm steht.

So ging es mir heute in der Früh, als mich prächtige Sonnenstrahlen aus dem Bett hoben und den Tag einläuteten.

Letzten Sonntag entschloss ich mich heuer den dritten Panoramatrail in Mosnang zu laufen. Ich kann nun diesen Event jedem empfehlen. Perfekt organisiert, eine tolle selektive Strecke und ein atemberaubendes Panorama sind genug der Werbung für jeden Landschaftsläufer.

Neben Raphael Sprenger und Sven Lusti kam mir wohl die Co-Favoriten Rolle zu.

Um 13:00 Uhr bei spätsommerlicher Hitze starteten wir das Abenteuer im schönen Toggenburg. Gleich zu Beginn galt es eine erste asphaltierte Steigung mit 150 Höhenmeter zu absolvieren, welche das Feld auseinander riss. Meine Beine waren schwach. Der morgendliche Eindruck verfestigte sich. So liess ich Raphi gleich im ersten Anstieg ziehen und versuchte einen guten Rhythmus zu finden. Jammern auf hohem Niveau. Nur zwei weitere Athleten konnten mir folgen, Sprenger sich auch nicht entscheidend absetzen. Danach folgte ein erster Downhill und eine erste Flachpassage, wo ich meine beiden Begleiter zu Sprenger hinführte. Ich verschärfte das Tempo und lag für circa drei Kilometer an der Spitze. Jedoch brachte mich der nächste Anstieg auf den Boden der Tatsachen zurück. Ich verlor an Terrain und die Gruppe an der Spitze sammelte sich erneut. Der Stärkste im Bunde, Sprenger Raphael, drückte nun aufs Gas und führte die nächste Selektion herbei. Vor lauter Anstrengung vergass ich, die Strecke zu geniessen. Zu sehr war ich mit mir selbst beschäftigt und versuchte den Sichtkontakt aufrecht zu erhalten. Immerhin dies gelang einigermassen. Auf dem Schnebelhorn Gipfel nach gut 700 Metern Anstieg war ich nur auf Position vier eingereiht nach gut der Hälfte der Strecke.

Jetzt kam der technisch anspruchsvolle Teil mit zünftigen Downhills, einigen spitzen Gegensteigungen und Singletrails auf uns zu.

Ich versuchte alles auf eine Karte zu setzen und meine Vorteile in den technischen Passagen und im höheren Grundspeed auszuspielen. Ein Balance-Akt. Meine Muskulatur war bereits extrem müde und angesäuert. Es stand mir also eine Laktatschlacht bevor.

Unter der gleissenden Sonne schmiss ich mich wagemutig mit brennenden Oberschenkel die schönen Wanderwege runter. Schnell überholte ich die beiden anderen Athleten und begab mich auf die Jagd nach dem Tagessieg. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, da ich über eine Minute hinter dem TG Hütten Bergspezialisten Sprenger war. Trotzdem liess ich nichts unversucht und meisterte die Wurzelpassagen und Trampelpfade mit einigen scharfen Kurven ziemlich souverän. Langsam machte sich auch das Flüssigkeitsdefizit bemerkbar, doch vier Kilometer vor dem Ziel als ich den Führenden erblickte, blieb mir für die Wasseraufnahme wirklich keine Zeit. Meine Suunto Pulsuhr zeigte häufig Tempi von über 20km/h an und ich bekam trotz Erschöpfung einen „Flow“…wenige Meter vor mir zeichnete sich der Rücken von Raphi ab und knapp 500 Meter vor dem Ziel schloss ich beim Ortseingang Mosnang zu ihm auf. Kurz konnte ich mich vor ihn setzen, danach schob er seine Schultern wieder an mir vorbei. Ich darf behaupten, dass wir sehr gute Kollegen sind und uns gegenseitig schätzen, auch sonst häufig betreffend Trainings und Wettkampfplanung austauschen.

So entgegnete ich ihm 200 Meter vor dem Ziel auf seine Frage, ob wir zusammen einlaufen wollen ein klares Ja. Es gibt wichtigeres als Siege. Ein solcher Erfolg, ein tolles Erlebnis, ein herrlicher Laufevent und Freundschaft im Wettkampf, was zählt mehr neben der Gesundheit?

Bei den Damen errang Michela Segalada vor Simone Hegner einen wichtigen Sieg.

In diesem Sinne: Auf ein Neues!

Vielen Dank an Raphi für das tolle Duell, dem OK für ein Lauferlebniss in Perfektion, Petrus fürs Wetter, den fleissigen Wichteln als Helfer am Wettkampfort und auf der Strecke!

https://my7.raceresult.com/111898/results?lang=de#1_A472E2

https://www.lrmosnang.ch

https://www.strava.com/activities/2707457937