Sieg beim 4.ten Il Cuors da Flem in Flims am 1. Juni 2019

4. Il Cuors da Flem vom 1. Juni 2019: Sieg beim wohl schönsten Halbmarathon der Welt!

1:25:36 waren seit dem Start um 11:00 Uhr beim Sportzentrum in Flims vergangen als ich an selbiger Stelle stolz und erschöpft über die Ziellinie schoss.

Knapp 90‘ zuvor stand ich bei herrlichstem Sommerwetter an der Startlinie mit Florian Suter und Simon Dörflinger als Mitfavoriten und Sieger der letzten Jahre. Mir war bewusst, dass der trailige Halbmarathon mit über 700 Höhenmetern in horrendem Tempo angegangen wird. Sind doch Suter wie Dörflinger sensationelle Strassenläufer. Ich wollte zuerst mitgehen und dann im profilierteren 2ten Teil meine Stärken am Berg ausspielen. Eine Illusion…wie von der Tarantel gestochen nahmen die beiden die ersten Kilometer in Angriff. Nach einem Kilometer waren sie komplett meinem Blickfeld entschwunden. Trotzdem war mir selbst mein Schritt zu schnell und Laktat zermürbte neben den steilen Anstiegen und Downhills meine Muskulatur. Nach gut 5 Kilometern hatte ich das Rennen aufgeben und wollte einen tollen Trainingswettkampf absolvieren. Keine Sekunde dachte ich daran die beiden Spitzenläufer vor dem Ziel nochmals zu sehen. Der zweite Irrtum: Bei Kilometer 12, an einer übersichtlichen Stelle, entdeckte ich Florian vor mir und auch der Führende war in Sichtweite. Ich drückte nochmals zusätzlich aufs Gaspedal und schloss schnell zum Zweiten auf. Leider konnte Florian aus Falera, somit der Lokalmatador, meinem Schritt in den Steigungen nicht folgen. Gerne hätte ich ihn dabei gehabt als Support auf der Jagd nach Dörflinger. Immer mehr näherte ich mich ihm an und holte ihn nach Kilometer 17 ein. Stark, wie er meinen Rhythmus aufnahm und sogar sich nochmals von mir absetzten konnte. Der Vorjahressieger zeigte trotz Problemen eine beherzte Leistung. Nachdem wir den Caumasee umrundet hatten musste er sich aber zugestehen, dass ich wohl in den Anstiegen heuer der Stärkere war und liess mich ziehen.
In 1:25:36 überquerte ich die Ziellinie beim Spirtzentrum mit fast 40 Sekunden Vorsprung.

Der Fahrplan zum LGT Alpin Marathon in zwei Wochen stimmt.
Was für ein toller Tag bei Prachtswetter in einer tollen Gegend auf einem sensationellen Laufkurs.

Il Cuors da Flem, eine Pflicht für jeden Trailläufer, Genussathleten, Naturliebhaber, Strassensportler und alle, die Abwechslung suchen.
Den OK um Patrik Minuscoli ist ein Riesenlob auszusprechen. Selbige Blumen sollen den freiwilligen Helfern und Zuschauern an der Strecke weiter gereicht werden. Imposant auch die Speakerleistung vom Gartenkönig Johannes Gujan.
In diesem Sinne: auf ein Neues!

https://www.strava.com/activities/2413881895

http://www.cuorsdaflem.ch

https://www.datasport.com/live/ranking/?racenr=21747

Neue Bestzeit nach 8 Jahren beim Gamperney-Berglauf vom 26. Mai 2019

Mein Heimrennen von Grabs auf die Alp Bützen, jedes Jahr ein Highlight im persönlichen Rennkalender. 2011 sowie 2015 gelang es mir die Strecke mit 8.8 Kilometern und happigen 1‘000 Höhenmetern unter 50 Minuten zu absolvieren.

Aktuell ist meine Form sehr gut, jünger werde ich aber auch nicht, daher wusste ich im Vorgang des beliebten Wettkampfes nicht, ob ich wieder an die magische Grenze kommen kann. Schliesslich musste ich die ketzten beiden Jahre doch grosse Lücken zum avisierten Ziel bekennen.

Heuer solkte es anders kommen. Perfektes Laufwetter und ein elitäres internationalesStarterfeld versprachen ein schnelles Rennen. Dies galt es auszunutzen. Um 09:30 Uhr gesellten sich neben mit Topathleten wie Gerd Frick, Jakob Mayer, Jakob Oswald, Arnold Aemisegger, Philipp Gubler, Daniel Dani Lustenberger, Jan Rüttiman, Michele Paonne, Alexander Heim, Raphael Sprenger und zahlreiche Kaderläufer aus Deutschland an die Startlinie.

Pünktlich fiel der Startschuss und wir nahmen gemeinsam mit weiteren gut 370 Läufern die Strecke in Angriff. Schnell bildete sich hinter Lustenberger und dem Deutschen Schulze ein Grupetto um Aemisegger, Frick, Zeus und Rütimann.

Dahinter kämpfte ich mit Raphi
Sprenger um den Anschluss. Lange begleitete mich der Thurgauer Jan Walter den Berg hoch. Ich hatte ein super Laufgefühl. Die zahlreichen Zuschauer feuerten uns frenetisch an. Eine Ehre, welche mich mit Stolz erfüllte, als lokaler Läufer in der Spitzengruppe Platz zu finden.

Die Positionen waren früh bezogen. Es gelang mir sogar Jan Walter zu distanzieren und einen Deutschen Gegner zu distanzieren.

Meine Beine wurden nach sechs Kilometer langsam hart und pulsmässig war die Anzeige konstant über 175. Ein Zeichen, dass ich mich wirklich am Limit bewegte. In der Hoffnung den Schwung und Restenergie in den selektiven Schlussanstieg mitzunehmen schonte ich mich keine Sekunde. Die Strategie war wieder auf Risiko ausgelegt. Die ging erneut auf. Zwar konnte ich Rüttimann nicht mehr einfangen und durchquerte den Zielstrich als Overall Neunter, M35 Kategorienzweiter in 48:35. Meine neue Bestzeit mit einer fast 45 sekündigen Verbesserung zu 2011.

Natürlich genoss ich das Bier im Ziel nach dieser Leistung umso mehr. Freudig nach ich nach dem Mittag den Abstieg ins Tal in Angriff und begab mich zur Siegerehrung.

Es ist jedes Jahr eine Freude in der Heimat bei diesem Anlass zu starten. Besten Dank all den freiwilligen Helfern, dem tollen OK und den zahlreichen Zuschauern.

Dem Sieger Daniel Lustenberger und allen Finishern gratuliere ich herzlich. Es war ein spannender Kampf um die Spitzenpositionen, ein fairer Lauf bei perfekten Bedingungen.

Erfreulich auch, dass ich mit der LGT Laufseminar Gruppe die Mannschaftswertung gewinnen konnte.
Voller Selbstvertrauen nehme ich die nächsten Aufgaben in Angriff.

 

https://my3.raceresult.com/113712/results?lang=de#1_98FEC7

https://www.strava.com/activities/2398379421

https://www.gamperney-berglauf.ch

Ein Tag zum Vergessen mit Lichtblicken beim Stuiben Trail Marathon vom 18. Mai 2019

Stuiben Trail Marathon, Umhausen im Ötztal, vom 18. Mai 2019

o Eine fast schlaflose Nacht mit weniger als 3 Stunden Schlaf
o Durchfall am Morgen
o Mobiltelefon (Pflichtausrüstung !!!) 10 Minuten vor dem Start verloren
o Daher beim Startschuss um 07:00 Uhr noch völlig nicht montiert für den Rennstart
o Verlaufen bei Km 17 und eine fast 2 Kilometer lange Zusatzschlaufe eingelegt
o 2 Halsbrecherische Stürze beim zweiten Downhill
o Schmerzerfüllte Aufgabe des wunderschönen Rennens in Führung liegend bei Kilometer 32

Geplant war die Alternativroute mit 38km und gut 2‘200 Höhenmeter in ca. 3h40min zu absolvieren. Nach 32 Laufkilometern, 2‘000 Höhenmetern und gut 3h Belastung war das Race für mich mit Schmerzen vorbei in Niederthai.

Bereits bei Kilometer 15 lag ich nach einem zügigen Start in prachtvoller Gegend mit über 5 Minuten in Front des Feldes. Leider verlief ich mich danach auf den schneebedeckten steilen Trails und reihte mich nach einer zwei Kilometer langen Ehrenrunde an Postion drei zurück ins Feld ein. Schnell machte ich die drei Minuten Rückstand auf Leader Burger im nächsten Aufstieg wett und führte den Maathon wieder an. Sicherlich hat mich dieser Effort einiges an Energie gekostet. Im nächsten sehr technischen Downhill riskierte ich zu viel, da ich mich erneut von den nächsten Verfolgern distanzieren wollte. Zwei ziemlich fatale Stürze waren die Folge. Schürf- und Fleischwunden am ganzen Körper, geprellte Hüfte und Schulter sowie ein schmerzender Ellbogen waren die Mitbringsel aus dieser Streckenpassage. Zudem verknackste ich mir blöd bei einem Bremsmanöver den linken Fuss.

Trotzdem gelang es mir erneut über fünf Minuten Vorsprung im dritten langen Anstieg zu erzielen. Die Schmerzen und Beschwerden wurden jedoch immer stärker und durch die Ermüdung konnten meine Muskeln das Fussgelenk auch nicht mehr ausreichend entlasten. Bei Kilometer 32 entschloss ich mich mit Fokus auf die weitere Saison das Handtuch zu werfen.

Trotzdem darf ich positive Punkte vom heutigen Tag markieren:

o die Form stimmt und ich kann auch bei Steigungen gut mit Druck laufen
o Sensationelle Gegend im Otztal zum Laufen
o Mein Mobiltelefon habe ich bei der Bäckerei, wo ich die Toilette aufsuchte, wieder gefunden
o Toller Event dieser Stuiben Trail mit Spitzen OK und Publikum

Merci an dieser Stelle ans OK, dass ich einen Startplatz erhalten habe und ich kulanterwrise ohne Mobile laufen durfte.

Vielen Dank auch an alle weiteren Helfer und Zuschauer an derStrecke sowie Mama & Papa für die sensationelle Unterstützung.

Gratulation an alle Finisher und explizit den Podiumsinhabern Marcus Burger, Christian Stern und Basti Lexa.

https://my1.raceresult.com/105960/results?lang=de#7_ECF908

https://www.oetztal-trailrunning.at/die-r…/stuiben-trailrun/

https://www.strava.com/activities/2376514670